Allergie - Special

Pollenallergie - was passiert im Körper?

Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion der oberen Atemwege auf Pflanzenpollen in der Luft, also den Blütenstaub von Pflanzen. Das Immunsystem eines Allergikers reagiert überempfindlich auf die vermeintlich harmlosen Pollen und fängt an sie zu bekämpfen.

Dabei werden beim ersten Kontakt IgE-Antikörper gebildet. Diese verbinden sich mit sogenannten Mastzellen. Diese speichern unter anderem den Entzündungsbotenstoff Histamin. Wenn Pollen erneut in den Körper gelangen und auf die IgE-Antikörper treffen, schüttet die Mastzelle unmittelbar das gespeicherte Histamin und andere Entzündungsbotenstoffe aus.

Diese Entzündungsbotenstoffe verursachen die typischen Allergiebeschwerden. Besonders betroffen sind diejenigen Körperstellen, auf die die Pollen direkt treffen – also die Bindehaut der Augen oder die Schleimhäute der Nase.

Symptome

Zu den häufigen Symptomen zählen deshalb:

  • Fließschnupfen,
  • Niesattacken,
  • tränende, gerötete und juckende Augen.

Da Pollen nicht nur über die Schleimhäute, sondern auch über die Haut in den Körper eindringen können, kommt es manchmal auch zu allergischen Reaktionen der Haut, wie Hautrötungen und Hautjucken. Besonders bei Personen die unter Neurodermitis leiden, kann sich das Hautbild verschlechtern oder ein akuter Schub ausgelöst werden, wenn die Hautbarriere geschwächt ist.

Welche Medikament aus der Apotheke können helfen?

In der Apotheke gibt es verschiedene rezeptfreie Medikamente, die auf unterschiedliche Weise gegen die Entzündungen wirken und deutliche Linderung bringen können. Ein Gang zum Allergologen sollte aber trotzdem immer stattfinden, um abzuklären, ob es sich bei den Beschwerden wirklich um eine Allergie handelt und um rauszufinden, welche Pollen genau die Beschwerden verursachen.

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Präparate gegen allergischen Schnupfen und juckende, tränende Augen

Antihistaminika wirken meist schon nach 30 bis 60 Minuten dadurch, dass sie die die Wirkung des ausgeschütteten Histamins im Körper hemmen. Zu den bekanntesten Wirkstoffen zählen Cetirizin und Loratadin, die es meist in Tropfen- und Tablettenform gibt. Neuere Wirkstoffe sind Levocetirizin und Desloratadin. Sie wirken ähnlich wie die beiden ersten, nur machen weniger müde als ältere Wirkstoffe. Für eine lokale Anwendung stehen auch Augentropfen oder Nasenspray mit speziellen Antihistaminika zur Verfügung.

Glukokortikoide wirken nicht nur stark antiallergisch, sondern auch entzündungshemmend und sind deshalb besonders effektiv. Lokal als Nasenspray angewendet, sind sie meist gut verträglich und zeigen weniger Nebenwirkungen als bspw. Kortison-Tabletten.

Diejenigen, die eine sanftere Alternative suchen, können auch auf homöopathische Mittel zurückgreifen. Es können gezielt einzelne Globuli eingenommen werden oder man greift auf Präparate zurück, die verschiedene Wirkstoffe vereinen. Zu den wichtigsten homöopathischen Mitteln gegen Heuschnupfen zählen unter anderen:

  • Allium Cepa (D6)

Fließschnupfen mit scharfem, wundmachendem Sekret, Niesen, Niesen, rote, brennende Augen

  • Euphrasia (D6)

Bindehautentzündung mit reichlich beißendem Tränenfluss, starker Fließschnupfen mit mildem Sekret

  • Galphimia glauca (D6)

Niesanfälle, Bronchialasthma, allergische Hauterkrankungen

  • Luffa operculata (D6)

Bei Heuschnupfen und Bronchialasthma, ausgesprochenes Trockenheitsgefühl der Schleimhäute von Nase, Mund, Hals und Rachen

  • Sabadilla (D12)

Sehr starke, krampfartige Niesanfälle, wässriger Fließschnupfe, gerötete, tränende Augen

 

Eine weitere sanfte Methode ist die Mineralsalz-Therapie mit Schüßler-Salzen. Zu den wichtigsten Schüßler-Salzen bei Heuschnupfen zählen:

  • Nr. 2 (Calcium phosphoricum) – Das Mineralsalz der Knochen und Zähne

Stärkt die körperliche Substanz und unterstützt einen gesunden Eiweißstoffwechsel.

  • Nr. 8 (Natrium Chloratum) – Das Mineralsalz des Flüssigkeitshaushalts

Ist das Funktionsmittel der Schleimhäute und des Flüssigkeitshaushalts.

  • Spezialmittel Nr. 24 (Arsenum jodatum) – Das Salz der Atemwege und der Haut

Ist das Mittel des „Gleichgewichts“ und dämpft überschießende Reaktionen. Zur zusätzlichen Einnahme geeignet.

Cremes gegen gerötete und juckende Haut

Pollen können nicht nur über die Mund- und Nasenschleimhaut in den Körper gelangen, sondern auch über die Haut. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn die Hautbarriere geschwächt ist.

Bekannte Hersteller haben sich speziell auf die Bedürfnisse geröteter, juckender und zu Allergien neigender Haut eingestellt und ganze Pflegeserien entwickelt, die die Symptome allergischer Hautreaktionen mildern und die Haut bei der Regeneration unterstützen können. Zum Beispiel: Eucerin, La Roche-Posay, Avène, Linola, CeraVe und Cetaphil. Von der Basispflege bis zur Akutpflege gegen starken Juckreiz ist hier meist alles zu finden.

Eine Alternative zu den herkömmlichen Herstellern bietet die Firma PFLÜGER mit ihren neuen Mineralstoff-Creme-Mischungen (Schüßler-Salze-Homöopathie). Das Sortiment umfasst 6 Cremes, deren Mineralstoffe gezielt bei Hautproblemen sowie Gelenk- und Muskelbeschwerden und Venenleiden helfen. Im Falle einer Pollenallergie sind besonders die Mineralstoff-Mischung E zur unterstützenden Pflege bei Ekzemen und N zur unterstützenden Pflege bei Neurodermitis empfehlenswert.

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Tipps gegen Heuschnupfen - was sollte man außerdem beachten?

Allergie ernst nehmen und mit Arzt abklären

Leidet man unter den oben genannten Symptomen sollte man immer einen Arzt aufsuchen und abklären, ob es sich tatsächlich um eine Allergie handelt und welche Pollen Beschwerden bereiten. Mit ihm kann man auch die Möglichkeiten einer Hyposensibilisierung besprechen.

Pollenflugvorhersage beachten

Wenn möglich sollte man Aktivitäten im Freien meiden, wenn die Pollenbelastung sehr hoch angezeigt wird. Die beste Zeit, um sich draußen aufzuhalten ist direkt nach einem ordentlichen Regenguss. 

ZUM POLLENFLUGKALENDER

Pollenfrei ins Bett

Jeden Abend die Haare waschen und die Haut reinigen, um sie von Pollen zu befreien. Zusätzlich kann man noch eine Nasenspülung anwenden, um die Nasenschleimhaut zu reinigen und gleichzeitig zu befeuchtet. Kleidung sollte jeden Abend gewechselt werden - am besten nicht im Schlafzimmer umziehen.

Pollenlast in der Wohnung reduzieren

Wer zu Hause zur falschen Tageszeit die Fenster öffnet, riskiert eine verstärkte Pollenbelastung. Auf dem Land sollt man eher gegen Abend und in der Nacht zwischen 19 und 24 Uhr lüften. In der Stadt dagegen ist die beste Uhrzeit zum Lüften zwischen 6 und 8 Uhr morgens. 

Flächen sollten öfter nass gewischt werden und Staubsauger können mit einem speziellen Filter ausgestattet werden.

Wäsche nicht im Freien trocknen

Auch wenn es sich bei schönem Wetter anbietet, sollte man als Allergiker seine Wäsche nicht draußen trocknen lassen. Ansonsten holt man sich die Pollen direkt ins Haus.

Urlaub clever planen

Wer kann, sollte seinem Immunsystem mal eine Pause gönnen und seinen Urlaub in den Bergen oder am Meer verbringen. Natürlich am besten dann, wenn die Pollen zu Hause verstärkt unterwegs sind.

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